Jeder weiß es: wir werden immer dicker und träger. Diese Entwicklung ist der Preis unserer Wohlstandsgesellschaft. Alles was Mühe macht, wird als unangenehm empfunden. Für viele scheint in dieser Hinsicht dabei Sport und Bewegung an der ersten Stelle zu stehen. Dabei ist es eigentlich ganz einfach. Wer sich zwei bis drei Mal in der Woche für zwanzig bis dreißig Minuten körperlich bewegt, verbrennt so viele Kalorien, dass der Körper kaum mehr Gelegenheit hat, Fett anzusetzen. Allein die Bewegung, sofern sie regelmäßig ausgeübt wird, führt dazu, dass der Organismus sich in eine fortdauernde Situation hineinarbeitet, in der er dauerhaft Kalorien verbrennt. Und zwar auch dann, wenn wir uns in Ruhe befinden.
Es ist, als wenn man einen Gegenstand auf eine Ebene setzt und ihn anstößt. Er beginnt zu rollen und rollt und rolllt und … . Aber er kommt auch wieder zur Ruhe, sofern er nicht immer wieder auf das Neue angestoßen wird.
Die Situation verwundert um so mehr, als wir heutzutage unglaublich viele Möglichkeiten und Gelegenheiten haben, uns körperlich zu bewegen. Zwar reden wir ständig von
Sport, Fitness,
Gesundheit und Bewegung. Aber für viele scheint dieser Schritt eine zu große Überwindung zu bedeuten. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass wir uns dabei an zu großen Vorbildern orientieren. Sportler, die Höchstleistungen erbringen, taugen wenig als direkte Vorbilder. Es würde keinen Sinn machen, deren Leistungen nachahmen zu wollen. Dies kann auch nicht unsere Aufgabe sein. Es genügt vollkommen, wenn man ganz klein anfängt und von seinen persönlichen physischen und psychischen Gegebenheiten ausgeht. Diese gilt es allmählich zu steigern. Man muss ganz klein von unten anfangen und darf nicht versuchen, es den Großen im ersten Schritt schon gleich tun zu wollen.Unabhängig davon gibt es durchaus weitere Möglichkeiten, sich seinem Ziel von Fitness und Gesundheit zu nähern. Schließlich ist es nicht verwerflich, die modernen Erkenntnisse der körperlichen Zusammenhänge für sich persönlich auszunutzen. Ein Beispiel ist die Kavitation, ein Verfahren zur Fettreduktion mittels Ultraschall. Dieses sanfte und sichere Verfahren kann von Ärzten, aber auch von eigens dafür ausgebildeten Kosmetikerinnen angewandt werden. Die Kavitation gilt als ein physikalisches Phänomen. Es entstehen Gasbläschen in den Fettzellen. Durch die zielgerichtete Überlagerung von Ultraschallwellen und Druckwellen fallen die Bläschen in sich zusammen und verursachen weitere Stoßwellen, so dass die Schutzhülle der Fettzellen porös wird und das eingelagerte Fett austritt.
Aber auch die Lipolyse kann in diesem Zusammenhang erwähnt werden. Der damit oft verbundene Ausdruck „Fett-weg-Spritze“ bezeichnet lapidar ein Behandlungsverfahren gegen überschüssige Fettpolster. Dabei spritzt man eine bestimmte Medikamentenmischung in die Fettdepots. Diese verkleinern sich und lösen sich auf.
Letztlich sollte jeder auch sein persönliches Ernährungsprogramm im Auge haben und auf seinen wirklichen, auf der Grundlage von Sport und Fitness ausgerichteten Bedarf umstellen. Vieles von dem, was wir essen, ist überflüssig und oft sogar schädlich. Wir stopfen zu vieles gedankenlos in uns hinein und vertrauen blind der Suggestion der Werbung. Wenn man bedenkt, welche Unmengen an Zucker in einem Liter Cola oder in Nougatcreme enthalten sind, kann man erkennen, wie verantwortungslos und vor allem kontraproduktiv wir allzu oft mit unserer Gesundheit umgehen. Wenn wir uns ernsthaft bewegen, braucht unser Körper eine andere effektivere Zusammensetzung an Nahrung. Dazu gehören Ballaststoffe, Mineralien, Vitamine und Eiweiße, nicht aber Unmengen an Zucker und Kohlenhydraten.
Wer sich gesundheitsbewusst ernährt, wird schnell feststellen, dass paralell zur sportlichen Betätigung eine körperliche Entwicklung in Gang gesetzt wird, die ein anderes und vor allem besseres Körpergefühl herbei führt. Man fühlt sich frischer, ausdauernder und belastbarer. Der Wunsch, sich dann fortlaufend körperlich zu betätigen und gesundheitsbewusst zu ernähren, wächst mit jedem Tag und wird alsbald zur festen Grundlage des täglichen Lebens und damit auch Vorbild für die uns nachfolgende Generation.
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